Mittwoch, 10. Oktober 2012

Die Story - Tee-Reise nach Taiwan - Teil 2

Teil 2 - Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil unserer Tee-Reise nach Taiwan. Viele Spaß beim Lesen.




Die Blätter werden zweimal gewendet und dann hineingebracht und mit eingeschalteter Klimaanlage abgekühlt. Wenn keine Klimaanlage vorhanden ist, muss man die Blätter dünner ausbreiten, normalerweise machen diese Arbeit nur 2-3 Leute. Der Tee ist jetzt weich, nach jeder Prozedur duftet der Tee mehr.



Wir lassen den Tee jetzt ruhen und besichtigen den Garten von Meister Chen, in dem er eine Bio-Mischkultur anbaut, z.B. Maniok und Süßkartoffeln. Der Bezirksgott wird begrüßt und etwas Geld verbrannt. Als Opfergaben dienen Eier, Huhn und Schweinefleisch. Der Gott hat eine Stütze, damit er gut laufen kann. Meister Chen‘s Garten ist sein Jahren bio, die letzte Reihe dient als Schutzwall gegen Schadstoffe von Nachbars Garten. Wir sehen Ananasfelder und Blumen, die am Abend blühen. Bei einem Teebauern gibt es Pflanzensamen als Suppe, sie schmeckt süß. Zum Abendessen wird uns Bier, Sake, Yamssuppe, Knoblauchgemüse, Wasserbambus, gebratene Nudeln und Erdnuss- und Grüne Bohnen-Eis serviert.


Beim Betreten der Produktionshalle empfängt uns ein genialer Duft, die Feuchtigkeit wurde sehr schnell ausgeschieden – 15 % weniger. Die Teeblätter dürfen nicht austrocknen, daher wird der Prozess durch die Klimatisierung verlangsamt. Oft gibt es in dieser Gegend diese gute Ausstattung wie hier nicht. Es ist ein kleines Wunder - die Teeblätter sind sanft, wenn man grob ist, werden die Teeblätter wütend, man muss sie wie ein Kind behandeln. Man könnte sagen, mit dem Tee Liebe machen. Unser Teemeister Chen war vom Vollmond beeinflusst!



Der Tee hat einen Duft wie Longan, jetzt muss man den Motor ausschalten und die Ausscheidung der Flüssigkeit stoppen. Der Tee kommt in die Trommel – er benötigt eine schnellere Drehung und längere Zeit, da das Pflückgut viel Feuchtigkeit verloren hat. Er hat jetzt einen Duft wie frischer Apfel. Durch Bewegung wird die Flüssigkeit gleichmäßig verteilt, das ist wie beim Mensch, der auch einen Transformationsprozess braucht. Die Teeproduktion widerspiegelt Lebenssituationen. Nach der Trommel hat der Duft eine grasige Note. Der Tee wird in Bambuskörbe geschichtet mit einem Loch in der Mitte für mehr Duft. Jetzt ist der Duft wie grüne Banane – wenn die Wut der Teeblätter vorbei ist, ist der Aufguss geschmeidig und schmeckt nach Longan. Zum Schluss wird noch die Trommel gereinigt.



Demnächst dann Teil 3 ......




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