Zur Abwechslung hier mal ein Link-Tipp zu einer bunten und ungewöhnlichen Tee-Seite, nämlich der von Ana Lia Martini, einer Designerin aus Buenos Aires.
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Zur Abwechslung hier mal ein Link-Tipp zu einer bunten und ungewöhnlichen Tee-Seite, nämlich der von Ana Lia Martini, einer Designerin aus Buenos Aires.
Die Ernte ist eine hohe Kunst, die von den erfahrenen Pflücker/innen mit viel Geschick ausgeübt wird. Die
Im Korb befindet sich häufig ein Schirm zum Schutz vor Regen oder Sonne. Gepflückt werden nur „Two leaves and a Bud“ – zwei Blätter und die Blattknospe. Diese anspruchsvolle Art des „Fine Plucking“ wird in Darjeeeling ausnahmslos gepflegt.
Daher kann nur von Hand gepflückt werden. Wenn die Arbeit erledigt ist, kommen die Pflücker/innen 2x täglich mit ihren Körben zurück in die Fabrik in den Wägeraum. Hier wird von den Aufseher/innen das Gewicht handschriftlich in Bücher eingetragen. Die Bezahlung erfolgt in den meisten Teegärten wöchentlich und basiert auf einem Tagesfestlohn plus gewichtsabhängigen Zusatzleistungen. 
Das Welken

von Angelika und Oliver Hartleib (Teekontor Kiel)
Wohnen, Kinderbetreuung, Schulbildung und ärztliche Versorgung sind meistens kostenlos und vom Teegarten werden häufig Grundnahrungsmittel subventioniert. Teepflücker/innen und Arbeiter/innen leben in einfachen Verhältnissen, aber die sozialen Bedingungen sind für indische Verhältnisse auf sehr hohem Niveau. Die Menschen sind fröhlich bei der Arbeit, haben häufig ein Lächeln auf den Lippen und wirken gut gelaunt. Die Menschen gehören unterschiedlichsten Religionen an und manchmal werden unter einem Dach zwei oder drei verschiedene Religionen praktiziert. Wir treffen z.B. einen Taxifahrer, der selbst, wie der Vater, ein Hindu ist, die Mutter Buddhistin und die Schwester Christin. Alles lebt friedlich neben- und miteinander. In vielen Häusern sieht man sowohl Figuren und Symbole, die Hindugötter darstellen, als auch Buddhastatuen. Bunte tibetanische Gebetsflaggen zieren Vorgärten entlang der Straße. Dazwischen ist sporadisch ein christliches Jesuskreuz oder ein kleiner Hindutempel. Die auffällige Harmonie und Toleranz innerhalb der Glaubensrichtungen gefällt uns gut und wir wünschten, der eine oder andere Extremist würde sich hiervon eine dicke Scheibe abschneiden.
Auffallend in vielen Teegärten ist die Sauberkeit und ein starkes Umweltbewußtsein. Auf Nachhaltigkeit wird fast überall großen Wert gelegt und die Arbeiter werden dementsprechend ausgebildet. Erfreulich finden wir Zertifizierungen von deutschem TÜV und Demeter.
Milde Winter, regenstarke Sommermonate und die intensive Sonneneinstrahlung an den Steilhängen in der außergewöhnlichen Höhenlage bilden das ideale Klima, das dem Darjeelingtee sein ganz besonderes Aroma verleiht. Entscheidend für die Qualität der Teeblätter sind aber auch die Witterungsverhältnisse. Im Winter 2010 gab es kaum Niederschlag, was die Ernte deutlich reduziert hatte. Auch hier gibt es Sorge wegen dem Klimawandel. Dieses Jahr fällt die First Flush Ernte zum Glück sehr gut aus. Wir sind hier gegen Ende der first flush Pflückperiode und nach einer kurzen Pause, der sogenannten „Bunji Period“, wird ab Mai die Second Flush Pflückperiode beginnen.
Die Gewitter, die wir erleben versprechen einen herrlichen Second Flush 2011. In Darjeeling hat man drei Pflückperioden, die sich geschmacklich deutlich unterscheiden: First Flush (Frühlingsernte, März/April), Second Flush (Sommerernte, Mai/Juni/Juli) und Autumnal Flush (Herbsternte, September/Oktober). Im kühlen Winter schlafen die Teebüsche und erholen sich.
Zu Beginn der
Teil 3 folgt bald ...